http://akfreiraum.blogsport.de Wed, 30 Mar 2011 18:49:47 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en AZ Köln soll morgen früh geräumt werden! Also auf nach Köln… http://akfreiraum.blogsport.de/2011/03/30/az-koeln-soll-morgen-frueh-geraeumt-werden-also-auf-nach-koeln/ http://akfreiraum.blogsport.de/2011/03/30/az-koeln-soll-morgen-frueh-geraeumt-werden-also-auf-nach-koeln/#comments Wed, 30 Mar 2011 18:48:43 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2011/03/30/az-koeln-soll-morgen-frueh-geraeumt-werden-also-auf-nach-koeln/ Das AZ Köln soll morgen früh geräumt werden, also alle Menschen, die Zeit haben heute noch nach Köln fahren. Zur Zeit sind alle Zufahrtswege zum AZ durch Polizeiketten gesperrt. Für diesen Zweck wird um um 20.00 Uhr eine Dauer-Kundgebung am Trash-Chic / Wiersbergstraße angemeldet. Dieses befindet sich in der ummittelbaren Nähe des AZ, also rechnet damit, dass ihr von der Polizei daran gehindert werden könntet dort überhaupt hinzu gelangen. Also tretet selbstbewusst auf und stellt klar, dass es „rechtens“ ist an einer angemeldeten Kundgebung teilzunehmen. Last euch nicht einschüchtern, auch wenn die Bullen was anderes sagen. Zudem sollen sich alle Menschen, die nicht ins AZ kommen ab 6.00 Uhr morgens (31.03.2011)in Kalk-Kapelle versammeln.
Hintergrund dieser neuen Repression ist wohl, dass ab dem 01.04.2011 die Stadt Köln Eigentümer_innen des Objekts werden und offensichtlich kein Interesse an einem autonomen Zentrum in ihrer Stadt haben und noch schnell die Subversiven los werden möchten.
Dies würde auch erklären, wieso die Besetzer_innen, keine wirkliche Antwort auf Ihre Anfragen an die Stadt Köln und Sparkasse Köln (die jetzigen Besitzer_innen) auf weitere Nutzung des Gebäudes bekommen haben. Laut Besetzer_innen wurden mehrere Gesprächsangebote mit „abstellen des Stroms bzw. Wasser“ beantwortet.
Das AZ Köln hat seit bestehen_April 2010 ca. 30000 Menschen angelockt und über 250 Veranstaltungen organisiert. Ohne Frage, das wäre ein riesiger Verlust für die hiesige alternative Szene in Köln und Umgebung. Laut Besetzer_innen bestehe die Bedrohung bis zum 02.04.2011, weil der Räumungstitel dann ablaufen soll. Eine Demo ist Samstag_02.04.2011 um 18 Uhr Demo unter dem Motto “ Alles muss man selber machen“ geplant.

Weitere Infos:

unsersquat.blogsport.eu

selbermachen.blogsport.de
de.indymedia.org/2011/03/303734.shtml
www.ksta.de/html/artikel/1300555262780….

Twitter:
twitter.com/unsersquat

Solidarität soll praktisch werden! Also alle nach Köln.

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Antifa-Veranstaltungsreihe 2011 in Dortmund http://akfreiraum.blogsport.de/2011/01/10/antifa-veranstaltungsreihe-2011-in-dortmund/ http://akfreiraum.blogsport.de/2011/01/10/antifa-veranstaltungsreihe-2011-in-dortmund/#comments Mon, 10 Jan 2011 22:11:38 +0000 akfreiraum ak_freiraum Termine http://akfreiraum.blogsport.de/2011/01/10/antifa-veranstaltungsreihe-2011-in-dortmund/ Antifa-Veranstaltungsreihe 2011 in Dortmund
Neues Jahr und gleich geht es los! Das Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) wird im ersten Quartal des Jahres 2011 eine antifaschistische Vortragsreihe unter dem Motto „Was Geht mich das an?“ veranstalten, bei der jeweils am dritten Dienstag im Monat ein Vortrag stattfinden soll. Veranstaltungsort ist das Kulturcafé Taranta Babu.

Die ersten drei Themen (Januar bis März) sind:
- Vertrieben Verfolgt Vergessen – die Kontinuität des Antiziganismus (18.01.2011)
- Recht extrem – Die Extremismustheorie und ihre Auswirkungen (15.02.2011)
- Solidarität als „Waffe“, die Arbeit und Hintergründe der Roten-Hilfe (15.03.2011)

Bei den Veranstaltungen arbeiten wir mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland und der Bildungsinitiative Münsterland zusammen, welche seit Jahren antifaschistische Bildungsarbeit leisteten.

Beginn der Veranstaltungen ist immer um 19:30 Uhr. Neben den Vorträgen und Diskussionen bieten wir Euch vegane Snacks und leckere Getränke gegen Spende. Des Weiteren können die einzelnen Veranstaltungen für Euch als erste Anlaufstelle dienen, wenn ihr persönlichen Kontakt zu Dortmunder Antifaschist_innen sucht und Interesse an linksradikaler Politik in Dortmund habt.


Veranstalter ist das Dortmunder Antifa Bündnis in Zusammenarbeit mit der Bildungsinitiative Münsterland und dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.
Kontakt: dab-info@nadir.org
dab.nadir.org

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Demo gegen rechte Gewalt, Dortmund Samstag , den 18.12 http://akfreiraum.blogsport.de/2010/12/16/demo-gegen-rechte-gewalt-dortmund-samstag-den-18-12/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/12/16/demo-gegen-rechte-gewalt-dortmund-samstag-den-18-12/#comments Thu, 16 Dec 2010 19:38:46 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/12/16/demo-gegen-rechte-gewalt-dortmund-samstag-den-18-12/ Für Samstag, den 18.12., ruft das Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) zu einer Demonstration in der Dortmunder Innenstadt auf. Anlass ist der erneute brutale Überfall von Neonazis auf die alternative Kneipe „Hirsch Q“ in der Nacht von letztem Samstag auf Sonntag, bei dem mehrere Gäste verletzt wurden. Die Demonstration beginnt um 16:00 Uhr Katharinentreppe gegen über vom Hauptbahnhof.

Gegen den Neonazi-Terror!
Solidarität mit der „Hirsch Q“ und den Opfern rechter Gewalt!

Samstag, 18.12. | 16.00 Uhr | Katharinenstraße Ecke Kampstraße
(vorne aus dem HBF: 3 Minuten geradeaus)

Was ist passiert?
Gegen 00:40 Uhr attackierten zehn bis fünfzehn Personen der neonazistischen Kameradschaft „Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld“, beziehungsweise aus deren Umfeld, das Lokal und dessen Besucher_innen. Dabei wurde unter anderem die Fensterfront sowie die Eingangstür massiv beschädigt. Im Laufe der Auseinandersetzung wurden mehrere Personen auf beiden Seiten verletzt. Ein Gast erlitt eine Stichverletzung, die im Krankenhaus behandelt werden musste. Einem uns vorliegenden Augenzeugenbericht zufolge, stach beim Eindringen in die Kneipe einer der Neonazis blindwütig auf die Person ein. Darüber hinaus setzen die Neonazis Metallstühle, Barhocker, Flaschen und weitere Gegenstände als Hiebwaffen gegen ihre Opfer ein.

Dank der Gegenwehr der Besucher_innen konnte einer der angreifenden Neonazis vor Ort überwältigt und anschließend der Polizei übergeben werden. In der darauf folgenden Fahndung konnten elf Personen im Alter zwischen 18 und 38 Jahren des rechten Spektrums vorübergehend festgenommen werden. Einigen Neonazis gelang unerkannt die Flucht.

Die alternative Szenekneipe „Hirsch Q“ in Dortmund wurde seit 2006 nun zum sechsten Mal von einer großen Gruppe organisierter Neonazis gezielt, geschlossen und massiv angegriffen. Darüber hinaus gab es seit 2006 unzählige kleinere Übergriffe von lokalen und regionalen Neonazis gegen das Lokal und seine Gäste. Konsequenzen hatten die rechten Angreifer_innen jedoch nur selten zu befürchten. So wurden alle Verfahren gegen die Angreifer_innen des letzten Überfalls auf die „Hirsch Q“ Ende August dieses Jahres eingestellt. Es stellt sich die Frage, ob in Dortmund eine Art Straflosigkeit für Neonazis gilt. Wir fordern die Politiker_innen der Stadt Dortmund auf, sehr genau zu prüfen, wie es dazu kommt, dass dieses Verfahren eingestellt wurde und welche motivierenden Auswirkungen solcherlei Vorgehen auf die lokale Neonaziszene hat.

Anhaltender Nazi-Terror bedarf antifaschistischer Solidarität
Es darf nicht sein, dass in Dortmund wieder Menschen durch anhaltenden Naziterror vertrieben werden: Nachdem im letzten Jahr eine Familie aus dem Stadtteil Dorstfeld wegziehen musste, geht es diesmal um die „Hirsch Q“ im Brückstraßenviertel. Nach dem Naziangriff überlegt der Betreiber der “Hirsch Q” seine Kneipe zu schließen, da er es nicht mehr verantworten könne, dass seine Gäste um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten müssten. Wir möchten die Demonstration deshalb auch dazu nutzen, die angrenzenden Kneipen und Geschäfte in der Brückstraße dazu aufzufordern, ein deutliches Zeichen der Solidarität mit der “Hirsch Q” zu setzen. Wir schließen uns deshalb der Mahnung an, die an der seit Sonntag geschlossenen Kneipe zu lesen ist: „Muss erst wieder ein Mensch sterben?

Rechter Mörder am Überfall beteiligt!
Zusätzliche Brisanz gewinnt der Überfall dadurch, dass sich unter den angreifenden Neonazis auch Sven Kahlin, der Mörder des 2005 erstochenen Punkers Thomas „Schmuddel“ Schulz, befand. Kahlin, der nach dem Mord zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war, ist vor wenigen Wochen vorzeitig entlassen worden. Seitdem ist er verstärkt in der rechten Szene aktiv und trat als Redner beim Naziaufmarsch am 23. Oktober in Hamm auf. Außerdem nahm er an Nazidemos am 17.10. in Leipzig und am 4.12. in Dortmund teil. Dabei fällt besonders sein gutes Verhältnis zu den Führungskadern der “Autonomen Nationalist_innen” auf.

Kahlin ist zwar sozial in der Skinheadszene beheimatet, genießt aber überdies bei den “Autonomen Nationalisten_innen” eine Art Heldenstatus und wird für seine damalige Tat gefeiert. Schon vor seiner Inhaftierung war Kahlin in der „Skinhead Front Dortmund-Dorstfeld“ aktiv. Zuletzt machte diese Neonazi-Gruppe im Februar 2009 mit ihrer Beteiligung an einem Angriff auf abreisende Gegendemonstrant_innen nach dem Naziaufmarsch in Dresden bundesweit auf sich aufmerksam.

Kommt zur Antifa-Demo!
Das Dortmunder Antifa-Bündnis DAB hat zur Entlassung des Mörders Kahlin auf dessen beabsichtigte nahtlose Wiedereingliederung in die Naziszene hingewiesen. Damals zogen 250 Demonstranten vor das sog. “Nationale Zentrum” in der Rheinischen Straße. Wir fühlen uns durch Kahlins Tatbeteiligung an dem neuerlichen Angriff auf die ‘Hirsch-Q’ leider in dieser Annahme bestätigt. Laut einem Pressebericht soll Kahlin ein Messer mit sich geführt haben. Trotz vieler Hinweise darauf, dass Kahlin nach seiner Entlassung wieder in der rechten Szene Fuß fassen und in Erscheinung treten würde, wurde er wegen guter Führung vorzeitig entlassen. Nun hat sich gezeigt, welche juristische Fehlentscheidung dort gefallen ist. Leider erst nachdem Kahlin auf diese Weise in Erscheinung treten konnte.

Gegen den Neonazi-Terror!
Solidarität mit der „Hirsch Q“ und den Opfern rechter Gewalt!

Samstag, 18.12. | 16.00 Uhr | Katharinentreppe gegen über vom Hauptbahnhof.

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250 AntifaschistInnen auf Demo anlässlich Haftentlassung von rechtem Mörder http://akfreiraum.blogsport.de/2010/10/03/250-antifaschistinnen-auf-demo-anlaesslich-haftentlassung-von-rechtem-moerder/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/10/03/250-antifaschistinnen-auf-demo-anlaesslich-haftentlassung-von-rechtem-moerder/#comments Sun, 03 Oct 2010 12:05:37 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/10/03/250-antifaschistinnen-auf-demo-anlaesslich-haftentlassung-von-rechtem-moerder/ Am 29.9.2010 fand unter dem Motto „Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!“ eine Demonstration gegen das sogenannte „Nationale Zentrum“, ein von Neonazis angemietetes Ladenlokal an der Rheinischen Straße, statt. Anlass war die vorzeitige Haftentlassung von Sven Kahlin, einem Dortmunder Neonazi, der im Jahr 2005 den Punker Thomas „Schmuddel“ Schulz mit einem Messer erstach.

Bericht vom S4-Bündnis

Nach einer Auftaktkundgebung um 18:00 Uhr zog die Demonstration mit 250 Teilnehmer_innen über die Kampstraße und die Rheinische Straße zur Kreuzung Ofenstraße, wo in Sicht- und Hörweite des Nazihauses eine Zwischenkundgebung stattfand. In Reden wurde auf das Treiben der Dortmunder Naziszene hingewiesen, so unter anderem auf die Verstrickung von Klaus Schäfer, einem hohen städtischen Beamten, in die Dortmunder Naziszene und die zahlreichen durch hiesige Neonazis verübten Gewalttaten, deren trauriger Höhepunkt der Mord an Thomas Schulz darstellt.

Die Neonazis selbst hielten sich während der Zwischenkundgebung bedeckt. Aus einem Fenster wurde die Demonstration durch vermummte Personen gefilmt. Bereits am Dienstag hatten sie rund um ihren Laden Plakate verklebt, auf denen zu lesen war: „5 Jahre für ein ganzes Leben! – 4 zu 1 für uns!“ Damit spielen sie neben dem Mord an Thomas Schulz, auf die Tat des Neonazis Michael Berger im Jahr 2000 an, der drei Dortmunder Polizist_innen erschoss, bevor er sich selbst durch einen Kopfschuss tötete. Diese zynische Sprache erinnert an die Aufkleber “Antifaschismus ist ein Ritt auf des Messers Schneide”, die vor fünf Jahren direkt nach dem Mord an Thomas Schulz von den Nazis verklebt worden sind.

Nach der Zwischenkundgebung kehrte die lautstarke Demonstration auf dem selben Weg zurück zum Ausgangspunkt an der Kampstraße, wo nach einer kurzen Abschlusskundgebung die Demonstration beendet wurde.

Die entschlossene und kämpferische Stimmung ließen sich die Teilnehmer_innen der Demonstration auch durch die Polizei nicht vermiesen, die sich heute gleich in mehreren Situationen daneben benahm. Trotz zahlreicher eindeutiger Urteile zum Thema Anti-Antifa-Fotograf_innen scheint es sich noch nicht bis zum heutigen Einsatzleiter herumgesprochen zu haben, das Vermummung gegenüber Nazis völlig legal ist.

Auch die Tatsache, dass die Demonstration einer Straßenbahn weichen sollte, ist mehr als unüblich. Im Normalfall obliegt es der Polizei, den Verkehr derart zu leiten, dass eine Demonstration möglichst ohne Einschränkungen stattfinden kann.
Gegen Ende der Veranstaltung gingen Einsatzkräfte der Polizei völlig grundlos gegen die Spitze der Demo vor, um drei Personen zu kontrollieren.
Diese erneuten Schikanen der Polizei reihen sich ein in eine offensichtliche Linie der Dortmunder Polizeiführung, die darauf aus ist, Antifaschist_innen so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Das Vorgehen der Dortmunder Polizei gegen antifaschistische Demonstrationen, zuletzt am 4. September, zeigt deutlich, dass von dieser Seite für Protest gegen Nazis kein Verständnis zu erwarten ist.

Als Veranstalter der Demonstration freuen wir uns über die zahlreichen Teilnehmer_innen, besonders angesichts der kurzen Vorlaufzeit. Wir werden weiterhin unbeeindruckt vom Verhalten der Polizei unsere Arbeit gegen die Dortmunder Naziszene fortsetzen. Vor allem aber werden wir Sven Kahlin und den Rest der Nazis im Visier unserer Aktivitäten haben!

Hinweis:
Wir bitten die Menschen, deren Personalien kontrolliert wurden, sich beim S4, der Roten Hilfe Bochum/Dortmund oder uns zu melden!!

Presse:
29.09.10 – Der Westen: Totschläger eines Punkers wieder auf freiem Fuß
29.09.10 – RN: Messerstecher aus der Haft entlassen – Demonstration
30.09.10 – RN: Linksautonome gehen auf die Strasse

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http://akfreiraum.blogsport.de/2010/10/03/250-antifaschistinnen-auf-demo-anlaesslich-haftentlassung-von-rechtem-moerder/feed/
Antifaschistische Demo am 29.09.2010: Keine Rückzugsräume für rechte Mörder! http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/27/antifaschistische-demo-am-29-09-2010-keine-rueckzugsraeume-fuer-rechte-moerder/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/27/antifaschistische-demo-am-29-09-2010-keine-rueckzugsraeume-fuer-rechte-moerder/#comments Mon, 27 Sep 2010 17:34:22 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/27/antifaschistische-demo-am-29-09-2010-keine-rueckzugsraeume-fuer-rechte-moerder/ Dortmund: Rechter Mörder aus Haft entlassen
Am 28.03.2005 erstach der damals 17-jährige Nazi-Skin Sven Kahlin in einer belebten Dortmunder U-Bahnstation den 32-jährigen Punk Thomas “Schmuddel” Schulz, weil dieser Kahlins rechte Parolen nicht unkommentiert stehen lassen wollte. Der Täter wurde daraufhin wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Demnach sollte seine Haft bis März 2012 andauern. Wie nun bekannt wurde, ist der rechte Mörder Kahlin am Donnerstag aus der Justizvollzugsanstalt Werl entlassen worden. Antifaschist_innen rufen deshalb zu einer Demo auf, die an dem “Nationalen Zentrum”, einem von Neonazis in Dorstfeld angemieteten Lagerraum, vorbeiziehen soll. Dort findet jeden Mittwoch das “Kameradschaftstreffen” statt, an dem nun aller Voraussicht nach auch der rechte Mörder Kahlin teilnehmen wird. Dortmunder Antifaschist_innen wollen ihn gebührend empfangen und ihm verdeutlichen, dass seine Tat nicht vergessen ist und er von nun an verstärkt im Visier antifaschistischer Intervention stehen wird.

Kommt zur antifaschistischen Demo:
29.09.2010 (Mi.) | 18.00 Uhr | Kampstraße Ecke Katharinenstraße

In Gedenken an Thomas Schulz:
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!

Der Nazi-Mord. Wir erinnern uns:
Am frühen Abend des Ostermontags 2005 traf der damals 17-jährige Neonazi-Skin Sven Kahlin mit seiner Freundin an der U-Bahn-Station Kampstraße in der Dortmunder City auf eine Gruppe Punks. Einer von ihnen, „Schmuddel“, wollte die rechten Sprüche Kahlins nicht unkommentiert lassen und folgte den beiden alleine in die U-Bahn-Station. Es kam zum Streit. Der Neonazi zog plötzlich ein Messer und stach fünfmal auf sein Opfer ein. Ein Stich traf „Schmuddel“ ins Herz. Der Mörder flüchtete, konnte aber kurz darauf verhaftet werden. „Schmuddel“ verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus. Am darauf folgenden Samstag demonstrierten 4000 Antifaschst_innen aus Wut und Trauer über die Tat und in dem Wissen, dass nur eine entschlossene antifaschistische Gegenwehr der Bedrohung durch die Neonazis Einhalt gebieten kann. Seitdem gedenken jedes Jahr mehrere Hundert Antifaschist_innen Thomas und allen anderen Opfern rechter Gewalt.

Kahlin “ungebrochen” oder: die ideologische Kontinuität
Es besteht kein Zweifel daran, dass Sven Kahlin nach wie vor seiner nationalsozialistischen Gesinnung treu geblieben ist. So pflegt er auch weiterhin freundschaftlichen und vor allem politischen Kontakt zu seinen “Kameraden”. Ende Juni 2007 zogen rund 100 Neonazis unter dem Motto “Gesinnungsparagraphen abschaffen! – Freiheit für alle nationalen politischen Gefangenen!” an der Herforder Jugendvollzugsanstalt vorbei. Hier saßen zu diesem Zeitpunkt neben dem Dortmunder Nazi Christoph Drewer auch Sven Kahlin ein. Vor Ort wurde ein Grußwort von Kahlin verlesen in dem es heißt: „Kameradinnen und Kameraden, die heute hier erschienen sind um zu zeigen, dass es immer noch Menschen gibt die stolz auf ihre Herkunft sind und dies mit Leib und Seele vertreten, auch wenn wir dafür tagtäglich gejagt, inhaftiert und durch den Dreck gezogen werden.“ Er schloss seine Rede mit “aufrechten und kameradschaftlichem Gruß aus der JVA Herford”. Kahlin wurde dann zuletzt in die JVA Werl verlegt. Dort wurde er auch weiterhin von der “Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige” (HNG) betreut. In einem Selbstportrait beim extrem rechten “JVA-Report” gab Kahlin dann an, dass er “auch an weitere[n] Kontakte[n] zu aufrechten Kameradinnen und Kameraden interessiert” sei und dass man ihn “nicht umerziehen” könne. Noch 2009 ließ er über seine Freunde aus dem rechten Spektrum bei einer Neonazi-Kundgebung verlautbaren, dass man die “nationale Bewegung nicht stoppen” könne und konstatierte selbstbewusst aus der Gefängniszelle: “Fakt ist: Dortmund ist und bleibt unsere Stadt!”. Innerhalb der Dortmunder Neonaziszene wurde die Nachricht von seiner vorzeitigen Entlassung natürlich positiv rezipiert. Es ist daher davon auszugehen, dass Kahlin bei ihrer nächsten Zusammenkunft anwesend sein wird.

Kein Vergeben – Kein Vergessen!
Als anlässlich der Urteilsverkündung vom 17. November 2005 rund 80 autonome Antifaschist_innen und Freund_innen von Thomas auf die Straße gingen, machten sie deutlich: “Wir fordern keine härteren Strafen für Neonazis, sondern protestieren gegen die Entpolitisierung der Tat und fordern eine öffentliche Auseinandersetzung. Es kann nicht sein, dass die tatsächlichen und potentiell Betroffenen neonazistischer Gewalt mit diesem Problem alleine gelassen werden.” Um ihrer Wut und Trauer Ausdruck zu verleihen zogen die Antifas in einer spontanen und lautstarken Demonstration durch die Dortmunder Innenstadt. Wenn der heute 22-jährige Sven Kahlin nach rund 5 1/2 Jahren vorzeitig entlassen wird, nehmen wir dies zum Anlass, die Öffentlichkeit erneut auf diesen Nazi-Mord hinzuweisen. Trotz der Haftstrafe werden wir Kahlin – wie auch alle anderen Dortmunder Neonazis – im Auge behalten und ihre Taten nicht in Vergessenheit geraten lassen.

Kommt zur antifaschistischen Demo:
29.09.2010 (Mi.) | 18.00 Uhr | Kampstraße Ecke Katharinenstraße

In Gedenken an Thomas Schulz:
Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Keine Rückzugsräume für rechte Mörder!

Orga: Flugblatt zur Demo | Ticker: WEB: http://identi.ca/s4ticker / WAP: http://ticker.nadir.org | EA: Nummer gibt’s erst auf der Demo

In eigener Sache:

* Die antifaschistische Demonstration wird uns vorbei am Nazi-Zentrum an der Rheinischen Straße zunächst Richtung Dorstfeld führen. Später führt die Demonstration zurück in die Innenstadt. Auf geeigneten Schutz vor „Anti-Antifa-Fotograf_innen“ ist nicht zuletzt auch wegen dem Outing-Kalender der Dortmunder Neonazis (selbst) zu achten.
* Aus diesem Grund weisen wir an dieser Stelle nochmals ausdrücklich darauf hin, dass nur ausgewiesene oder uns bekannte Journalist_innen mit Pressebinden Film- und Fotoaufnahmen unserer Demonstration machen werden. Die Pressebinden gibt es nach einer kurzen Akkreditierung vor der Demo am Lautsprecherwagen. Alle anderen DemonstrationsteilnehmerInnen bitten wir das Fotografieren zu unterlassen. Wir möchten es damit zum einen Neonazis erschweren, Aufnahmen von den DemonstrantInnen anzufertigen und zum anderen verhindern, dass unvorsichtigerweise hinterher unverpixelte Bilder im Netz landen.
* Wir sammeln uns ab 18 Uhr oberhalb der Katharinentreppe an der Katharinenstraße Ecke Kampstraße und wollen dann pünktlich um 18.30 Uhr losgehen, um rechtzeitig am Nazi-Zentrum anzukommen. Wir empfehlen deshalb die Regionalexpresse RE11 Richtung Düsseldorf und RE1 Richtung Hamm, die jeweils um 18.18 Uhr bzw. 18.15 Uhr am Dortmunder Hauptbahnhof eintreffen. Von da aus schafft ihr es dann zu Fuß und ohne Verspätung bis zur Auftaktkundgebung an der Kampstraße.

Weiterführende Links

* Info-Seite zu Thomas und zur alljährlichen Gedenkdemo
* Das Urteil gegen Thomas‘ Mörder
* Deutsche Täter sind keine Opfer!
* Sven Kahlin im Selbstportrait beim rechten „JVA-Report“: http://www.jva-report.national-socialism.org/sven_kahlin.htm

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http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/27/antifaschistische-demo-am-29-09-2010-keine-rueckzugsraeume-fuer-rechte-moerder/feed/
Vortrag: Die extreme Rechte in Ungarn http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/26/vortrag-die-extreme-rechte-in-ungarn/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/26/vortrag-die-extreme-rechte-in-ungarn/#comments Sun, 26 Sep 2010 19:26:17 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/26/vortrag-die-extreme-rechte-in-ungarn/ Am 12. Oktober findet in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Antifa-Bündnis (DAB) und dem Forum gegen Rassismus – Campus Dortmund eine Vortragsveranstaltung zum Thema „Rechtsentwicklung, Antisemitismus und extreme Rechte in Ungarn“ um 19.30 Uhr im Taranta Babu statt. Es handelt sich um eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland.

Bei der Referentin handelt sich sich um Magdalena Marsovszky. Sie ist Kulturwissenschaftlerin aus Budapest und setzt sich seit einigen Jahren mit dem anwachsenden Antisemitismus in Ungarn und dem gesellschaftlichen Rechtstrend kritisch auseinander. Ein Interview mit ihr findet sich online in der antifaschistischen Zeitschrift Lotta #36.

12.10.2010 – 19.30 Uhr – Dortmund [Taranta Babu]
Vortrag: Die extreme Rechte in Ungarn
Infos: dab.nadir.org

Ankündigungstext:
Am 3. August 2009 wurde eine 45-jährige alleinerziehende Mutter im nordostungarischen Ort Kisleta von Neonazis erschossen. Der Grund: Sie war Roma. Bei Angriffen auf Roma starben in den letzten Jahren mindestens acht Menschen. Schlagzeilen machte in diesem Zusammenhang auch die so genannte „Ungarische Garde“, eine paramilitärische Organisation, die stark an die deutsche SA erinnert. Die Angriffe und die „Garde“ sind Ausdruck eines immer stärker werdenden Rechtstrends, der seinen vorläufigen Höhepunkt bei den Parlamentswahlen in diesem Jahr fand. Die extrem rechte Partei „Jobbik“ erhielt 16,7 Prozent der abgegebenen Stimmen, obwohl bzw. weil sie revanchistische Ziele wie ein „Großungarn“ verfolgt und sich gegen Roma und das „jüdische Kapital“ stellt. „Jobbik“ gilt als der parlamentarische Arm der „Garde“. Ihre Positionen sprechen in Ungarn Mehrheiten an. Nach Umfragen meinen zwei Drittel der erwachsenen Bevölkerung, dass Juden in der Geschäftswelt in Ungarn zu mächtig seien. Auch der Wahlsieger 2010, die rechtskonservative „Fidesz“-Partei, bediente sich teilweise antisemitischer Stereotype, setzte aber vor allem auf nationalistische Parolen bei der Mobilisierung ihrer Wählerinnen und Wähler. An der Regierung versucht sie nun, das Land nach ihren Vorstellungen umzuformen.

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http://akfreiraum.blogsport.de/2010/09/26/vortrag-die-extreme-rechte-in-ungarn/feed/
Auf zu neuen Taten! – Dem Naziaufmarsch am 4. September in Dortmund entgegentreten. http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/15/auf-zu-neuen-taten-dem-naziaufmarsch-am-4-september-in-dortmund-entgegentreten/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/15/auf-zu-neuen-taten-dem-naziaufmarsch-am-4-september-in-dortmund-entgegentreten/#comments Sun, 15 Aug 2010 12:02:40 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/15/auf-zu-neuen-taten-dem-naziaufmarsch-am-4-september-in-dortmund-entgegentreten/ Ein verdrehter Antikriegstag

Für den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Die seit 2005 jährlich stattfindende Demonstration ist für die extreme Rechte ein günstiger Anlass, um unter dem Deckmantel des „Pazifismus“ ihren Rassismus, Antisemitismus und Antiamerikanismus zu propagieren. Vom Geschichtsrevisionismus gar nicht zu sprechen: Die Neonazis leugnen bis heute konsequent die historische Tatsache, dass mit dem Angriffskrieg der deutschen Nationalsozialist_innen gegen Polen der Zweite Weltkrieg begann.
Der Gedenktag am 1. September erinnert eigentlich an den Überfall Deutschlands auf Polen. Mit diesem Angriff wurde der 1. September 1939 zum Beginn des deutschen Vernichtungskrieges. Der „Antikriegstag“ ging dann aus einer Gewerkschaftsinitiative 1957 hervor, die gerade mit Blick auf die Wiederbewaffnung Deutschlands unter dem Motto „Nie wieder Krieg und nie wieder Faschismus!“ zu Aktionen aufrief.

Das „Event“ der „Autonomen Nationalisten“

Einige Zeit lang schien es, als würde sich dieser Neonazi-Aufmarsch unter Federführung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten” zu einem wichtigen Tag im Kalender der aktionsorientierten extremen Rechten entwickeln, da bei dem Aufbau dieses Ereignisses besonders auf den „Event-Charakter” Wert gelegt wurde. Während zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Neonazis erschienen, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an. Das Gewaltpotential bei Aufmärschen der Dortmunder Neonazis hat in dieser Zeit massiv zugenommen; 2009 etwa überfielen circa 400 Neonazis aus einer Spontandemonstration heraus die 1. Mai- Demonstration des DGB.

Diese Erfolgsgeschichte erfuhr im letzten Jahr einen empfindlichen Einschnitt. Denn 2009 ist es gelungen, den Mythos des „Nationalen Antikriegstags“, den die Dortmunder Neonazis in jahrelanger europaweiter Mobilisierungsarbeit versucht hatten aufzubauen, erfolgreich zu beschädigen. In der Stadt kam Einiges in Bewegung, und letztlich gestaltete es sich für die Polizei durch die zahlreichen Gegenaktivitäten zu schwierig, den Schutz für die Nazidemonstration zu gewährleisten. Der „Nationale Antikriegstag“ blieb somit weit hinter den Erwartungen der Nazis zurück, die mit ansehen mussten, wie ihre „Erfolgsstory” in einer Kundgebung buchstäblich stehen blieb. Doch das letztjährige Debakel hindert die Dortmunder Autonomen Nationalist_innen nicht daran, weiterhin an der Etablierung eines „Nationalen Antikriegstages” festzuhalten. Für dieses Jahr haben die Dortmunder Neonazis an drei Tagen rund um das erste Septemberwochenende (3.,4.,5. September) Aktionen und Veranstaltungen angemeldet und die europaweite Mobilisierung ist in vollem Gange.

Dortmund – ein “Labor”?

Weiterhin gibt es in Dortmund eine aktive und gefährliche Naziszene.
Dortmund ist mittlerweile eine Hochburg der sogenannten „Autonomen Nationalisten” in Deutschland geworden. Durch den permanenten Zuzug von Neonazi-Kadern aus anderen Regionen ist hier so etwas wie ein „Labor” für diejenigen Neonazis entstanden, die versuchen einen neuen aktivistischen und militanten Stil in der Neonaziszene zu etablieren. Die sogenannten „Autonomen Nationalisten” haben sich Kleidungsstil und Aktionsformen der linksradikalen Autonomen angeeignet und dabei völkisch und nationalsozialistisch umgewandelt.

In den vergangenen Monaten ließ die Dortmunder Naziszene ihren Frust über das eigene Versagen in 2009 vor allem an den Nazigegner_innen, derer sie habhaft werden konnten, aus. Besonders hart traf es eine Familie im Stadtteil Dorstfeld, die von dort ansässigen Nazis derartig terrorisiert wurde, dass sie sich schließlich gezwungen sah, aus dem Stadtteil fortzuziehen.

Der Neonazismus und die Stadt

Für einen handfesten Skandal sorgte der ehemalige Chef der Feuerwehr Dortmund, heutiger Leiter eines stadteigenen Institutes für Feuerwehrtechnik und langjähriges Mitglied der SPD: Klaus Schäfer. Nachdem er Ende April als Teilnehmer einer Neonazikundgebung in Erscheinung trat, konnten Antifaschist_innen in Erfahrung bringen, dass Schäfer bereits seit einiger Zeit aktives Mitglied der Dortmunder Naziszene ist und beispielsweise auch an der Kundgebung am 5. September 2009 teilnahm. Auch wenn Schäfer umgehend suspendiert wurde, zeigt sich hier deutlich, dass Neonazismus in Dortmund längst nicht nur ein Jugendphänomen ist.

In der Dortmunder Öffentlichkeit hat sich seit letztem Jahr Einiges bewegt. Den Naziaufmarsch haben viele Akteur_innen gegen Rechts als Aktionsfeld genutzt. Am 5. September fand eine Vielzahl von Veranstaltungen statt, die dazu beitrugen, dass der Handlungsspielraum der Nazis stark eingeschränkt wurde. Zu einem aktiven Vorgehen gegen den Aufmarsch der Nazis konnten sich viele dieser Akteur_innen jedoch nicht durchringen; es wurde auch dann noch an Veranstaltungen festgehalten als längst klar war, dass die Nazis sich weitab von diesen im Hafen treffen würden.
Weiterhin problematisch ist zweifellos die Herangehensweise der offiziellen Stellen. Während Stadt und Polizei mit jahrelanger Verspätung aufgefallen ist, dass Dortmund ein Naziproblem hat, gefallen sich die verantwortlichen Amtsträger_innen in ihrer neuen Rolle als „Kämpfer_innen gegen Rechts”. So glaubt der Sonderbeauftragte der Stadt für „Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, Hartmut Anders-Hoepgen inbrünstig: “Dortmund ist eher eine Hochburg des Widerstands gegen Rechts.” Substantielles Engagement gegen Neonazis ist von diesen Leuten jedoch nach wie vor nicht zu erwarten. Eine Menge Geld hat die Stadt Dortmund zuletzt in die Erstellung einer Studie über die Dortmunder Naziszene gesteckt. Das Resultat war mehr als dürftig: Über die Verfasstheit der Neonaziszene liefert die Studie keine Erkenntnisse; die Arbeit von Antifa-Gruppen wird völlig ausgeblendet.

Auf zu neuen Taten!

Gerade die Arbeit linker Antifa-Gruppen hat dazu beigetragen, dass die Dortmunder Naziszene deutlich weniger frei agiert als noch vor zwei Jahren.
Mit regelmäßigen Aktionen wie dem Gedenken an Thomas Schulz und den Protesten am Antikriegstag ist es gelungen, das Naziproblem zum Thema zu machen. Doch auch abseits solcher Events findet eine kontinuierliche Arbeit statt. Zuletzt gründeten Dortmunder Antifa-Gruppen das “Dortmunder Antifa Bündnis”, um diese Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Für den September gilt es nicht nur an all dies anzuknüpfen, sondern auch mit gemeinsamer Anstrengung einen weiteren Schritt dahin zu gehen, dass ein Nazi-Event wie der “Nationale Antikriegstag” in Dortmund keine Zukunft hat. Das S4-Bündnis ruft dazu auf, am ersten Septemberwochenende nach Dortmund zu kommen und gegen den Naziaufmarsch auf die Straße zu gehen!

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pdf_Freiaum_und antisexistische Praxis. http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/01/pdf_freiaum_und-antisexistische-praxis/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/01/pdf_freiaum_und-antisexistische-praxis/#comments Sun, 01 Aug 2010 20:08:56 +0000 akfreiraum ak_freiraum ak_fem http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/01/pdf_freiaum_und-antisexistische-praxis/ Im Rahmen einer „Soli-Aktion“ für das Autonome Zentrum Köln gehaltenen Vortrag, veröffentlichen wir jetzt die Verschriftlichung

------------Textauszug-------------------------------------------------------------------------------------------------------

…[Während dieser Zeit, die sehr aktionistisch startete, drängten sich uns immer wieder theoretische Fragen und Konflikte zu dem Thema Freiraum auf, sodass wir uns eine Zeit lang aus dem praktischen Geschehen zurückzogen haben, um Fragen wie :“ Ist ein Freiraum frei von Hierarchie, frei von Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, frei von Unterdrückungsmechanismen ?“zu bearbeiten. Allein dadurch, dass wir uns immer wieder zu einem besseren Umgang auffordern mussten, ist deutlich geworden, dass Unterdrückung und Gewalt nicht nur auf uns, sondern genauso auch durch uns wirken und mit unseren alltäglichen Handlungen verflochten sind.

Diese Perspektive veränderte unseren Blick insofern auf die Freiraumarbeit, dass uns nun klar wurde, das allein durch ein linkes Label und die Selbstorganisation linker oder linksalternativer Menschen ein Freiraum noch lange nicht gewaltfrei ist und Geschlechter- oder andere Gewaltverhältnisse weiter reproduziert werden.
Trotz, dass wir nicht so naiv sind zu glauben, dass in einer Gesellschaft, die strukturell gewalthaltig organisiert ist, ein Raum grundsätzlich gewaltfrei sein kann, wollten wir das Thema nicht beiseite schieben und mit einem „so ist es halt“ beenden, sondern zum Gegenstand unserer Freiraumarbeit machen.]…..

Die kompletten Text findest du hier:

Die Menschen die Fragen oder Kritik diesbezüglich los werden möchten, können uns unter akfreiraum@riseup.net erreichen.

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AStA -Dortmund: „Scheiben eingeworfen“ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/01/asta-dortmund-scheiben-eingeworfen/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/01/asta-dortmund-scheiben-eingeworfen/#comments Sun, 01 Aug 2010 18:27:37 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/08/01/asta-dortmund-scheiben-eingeworfen/ Von der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch (27.07.2010/ 28.07.2010) wurden 4 Fensterscheiben des AStA-Dortmund eingeworfen.
Dabei handelte es sich um Scheiben des Seminarraums, in welchem am 29.07.2010 eine Mobiveranstaltung zu den Gegenaktivitäten im
Rahmen des Antikriegstages stattfand. Die Fensterscheiben wurden schnell ersetzt und der Vortrag konnte in den geplanten Räumlichkeiten
stattfinden.-)
Das die Veranstaltung mit guter Resonanz statt fand, kann insofern als positiv gewertet werden, dass die AStA-Dortmund sich nicht von solchen „Angriffen“ einschüchtern lässt und Raum für antifaschistische Veranstaltungen ermöglicht. Dies ist für Dortmund keine Selbstverständlichkeit! Her mit dem autonomen Zentrum!.-)

Weitere Infos über den Angriff findet ihr hier und hier.-)
S4-Mobitour hier

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Raumfrei?_Her mit dem Autonomen Zentrum! http://akfreiraum.blogsport.de/2010/07/27/raumfrei_her-mit-dem-autonomen-zentrum/ http://akfreiraum.blogsport.de/2010/07/27/raumfrei_her-mit-dem-autonomen-zentrum/#comments Tue, 27 Jul 2010 19:21:48 +0000 akfreiraum ak_freiraum http://akfreiraum.blogsport.de/2010/07/27/raumfrei_her-mit-dem-autonomen-zentrum/ Das ehemalige Ostwall Museum ist, nach dem Umzug in den U- Turm, nur eines der vielen leerstehenden städtischen Gebäude in Dortmund,
dessen Nutzung als autonomes Zentrum wir einer weiteren potentiellen Spekulationsruine vorziehen würden.
Wir wollen nichts geschenkt, sondern es drängt sich uns auf, in einem Umfeld, in der rechtsradikale Gewalt zunimmt und strukturelle
Gewaltverhältnisse wie, Sexismus, Antisemitismus und Rassismus zum Alltag gehören, zu intervenieren.
Eine festlich eingekleidete “Kulturhauptstadt” vermag diesen Teil ihrer Kultur gerne zu überspielen, doch weder unsere Kritiken,
noch die Forderung nach einem Freiraum werden hinter (U-)Türmen verschwinden.
Dortmund benötigt diesen Raum, der die Infrastruktur unabhängiger, politischer Arbeit unterstützt, ohne die rechtsradikales
Gedankengut leichteren Einzug in dieser alltagsrassistischen Gesellschaft fände.
Wir wollen einen Raum, indem wir uns entfalten können, befreien von den in uns zementierten Umgangsformen, die Gewalt
und Unterdrückung reproduzieren. Befreien von der Ohnmacht, die diesem Gesellschaftsmodell immanent ist.
Also beteiligt euch an der Kundgebung am 7. August vor dem alten Ostwall Museum und lasst uns zeigen, dass wir zu viele sind, um nicht gehört zu werden.

Der Ak FREIRAUM lädt ein zur RAUMFREI Party vor dem inzwischen leerstehendem alten Ostwallmuseum.
Ein weiteres Gebäude dessen Verfall einem AZ in Dortmund vorgezogen werden würde.
Wir missverstehen diese Botschaft bewusst, kommen trotzdem und hoffen auf eure zahlreiche und kreative Beteiligung.
Her mit dem AUTONOMEN ZENTRUM !

07.08.10 / Ostwall Museum / 16.00 Uhr

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